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Couscous

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Ich lese. Manchmal mache ich auch was anderes :)

Ich lese gerade

Hypnose und Trance: Inspiration, Meditation, Entspannung Ausmalbuch für Erwachsene
Luis Eduardo Bertone

Ben Aaronovich – Flüsse von London-Reihe

Die Flüsse von London  - Ben Aaronovitch, Karlheinz Dürr Schwarzer Mond über Soho  - Ben Aaronovitch, Christine Blum Ein Wispern unter Baker Street  - Ben Aaronovitch, Christine Blum

Ich war ja misstrauisch (irgendwie bin ich das ziemlich oft ;) ). Erstens, weil das wieder eine Reihe ist (und wer weiß, wie viel der schreibt?!) und zweitens, weil auf einem der Cover stand, es sei wie „wie Harry Potter auf Speed“*.

 

Zum Glück war das Quatsch (beides).
Ich fand den Einstieg in „Die Flüsse von London“ ehrlich gesagt ziemlich zäh; weder Peter (die Hauptfigur) noch Lesley (seine Kollegin und beste Freundin) haben mich sofort für sich eingenommen, und Peters Aufnahme in die „Folly“, die Abteilung in der Metropolitan Police für übernatürliches Gedöns aller Art, ging mir zu wischiwaschi-schnell.
Aber es wurde besser! :)

Die Bücher sind keine actiongeladenen Pageturner mit einem Cliffhanger an jedem Kapitelende, sondern eher britische Krimis mit übernatürlichen Zutaten. Polizeiarbeit eben, nur mit Geistern, Vampiren und so. Und natürlich mit einem Showdown :)

 

Und von wegen Harry Potter: nix mit überbordender Zauberwelt. Peters erster Zauberspruch ist eine kleine Leuchtkugel, an der er wochenlang übt und sich dann mordsmäßig die Finger verbrennt. Ganz zu schweigen vom Schwebezauber, mit dem er zunächst vor allem Äpfel zermatscht XD

Abgesehen von den spannenden (und irgendwie schon schrägen) Fällen, sind es die Figuren, die mir besonders gefallen haben. Auch die unsympathischen (Klein-)Ganoven haben irgendwie Charakter.


Ich wüsste auch gar nicht, wer mein „Lieblingscharakter“ sein sollte …

Einer meiner Lieblinge ist aber auf jeden Fall Molly, das Mädchen für alles im Folly. Bleich und still gleitet Sie durchs Haus, bekocht und betüdelt Nightingale; spricht nicht und hat (laut Peter) „zu viele Zähne“. J
Dann natürlich Nightingale, Peters Chef und Meister (also Lehrer) – ein bisschen undurchsichtig, mit trockenem Humor und leicht genervt von Peters kreativem Umgang mit Magie.

Dann natürlich die Flüsse von London!! Jeder Zufluss der Themse (und natürlich die Themse selbst auch) hat seinen eigenen „genius locii“.
Im Großraum London (grob gesagt) ist das Mama Themse und ihre Töchter (einfach klasse!), ansonsten Vater Themse (der allerdings nicht mit Mama verheiratet ist!!) mit seinen Söhnen. Die spielen vor allem im ersten Teil eine Rolle, tauchen aber auch später immer wieder auf.

Zu den einzelnen Teilen will ich gar nicht zu viel sagen, außer: Lesen!

 

Also: Platzende Köpfe, ruhelose Geister, Jazz-Vampire, gesichtslose Magier, abgebissene Penisse, magische Töpferwaren, die Kanalisation von London … hach, einfach klasse. Ich freue mich schon auf die nächsten Bände! :)

 

 

*Wenn ich was lesen will, das „auf Speed“ ist, lese ich Terry Pratchett, wenn ich Harry Potter will, lese ich Harry Potter. Außerdem finde ich Harry Potter nicht (mehr) das Nonplusultra, was Fantasy angeht. So. :D